EIFL – Cut-Over in einer kritischen Bankenmigration

Kurzüberblick

Ablösung einer rund 40 Jahre alten HOST-Anwendung zur Provisionsabrechnung durch FiANTEC in einem regulierten Bankenumfeld mit hoher geschäftlicher und technischer Kritikalität. Betroffen waren Provisionsabrechnung, rund 35 Umsysteme sowie zentrale Anbindungen wie SAP Zahlungsverkehr und SAP FI.

Ausgangssituation

Die Migration fiel in eine Phase, in der Entwicklung, Test, Migration und Betriebsübernahme zeitlich überlappend liefen. Die geplanten Probeläufe und die Generalprobe konnten in der verbleibenden Zeit nicht mehr vollständig durchgeführt werden, wodurch der Go-Live nur noch unter bewusster Risikoakzeptanz verantwortbar war.

Rolle

- Leiter Cut-Over mit Verantwortung für:

- Cutover-Planung und -Steuerung

- Probeläufe und Generalprobe

- Fall-Back-Überlegungen

- Leitstand / zentrale Kommunikationsschnittstelle

- Go-/No-Go-Governance und Management-Vorlagen

Herausforderung

Hohe fachliche und technische Abhängigkeiten (Umbau Tagesendeverarbeitung, Migration, Umsysteme, Jobnetze, Provisionsabrechnung).

Parallel laufende Teststufen (UAT, Regression, E2E) mit eingeschränktem Abschlussgrad vor Go-Live.

Zeit- und Ressourcenlage, die eine vollständige Absicherung der Probeläufe und der Generalprobe nicht mehr zuließ.

Notwendigkeit, Management-Entscheidungen von „Terminromantik“ auf echte Risikoakzeptanz umzustellen.

Vorgehen

Strukturierung des Cut-Overs

- Aufsetzen eines sequenziellen Probelauf-Konzepts:

- Aufbau produktionsnaher Umgebung (AU)

- Probeläufe PL1–PL5 (Tagesendverarbeitung, Ultimo-Verarbeitung, Systemanlauf, valutengerechte Verarbeitung, Fall-Back)

- Generalprobe als vollständiger Betriebsübergang

- Definition von Eingangsvoraussetzungen, Ergebnissen und Risiken je Probelauf, inklusive Auswirkungen bei Reduzierung oder Wegfall.

Governance und Entscheidungsfähigkeit

- Übersetzung technischer und fachlicher Risiken in eine klare Management-Vorlage mit Szenarien (Option 1–3) und zugehörigen Risikoprofilen.

- Klare Benennung der Grenzen: fehlende vollständige TEV-Verprobung, nicht getesteter Fall-Back, eingeschränkte Generalprobe, unvollständig verifizierte E2E-Prozessketten.

Trennung zwischen:

„Was ist operativ noch machbar?“ und

„Welches Risiko- und Compliance-Niveau wird bewusst akzeptiert?“

Mehrwert für den Kunden

- Aufbau einer belastbaren Entscheidungsarchitektur für Cut-Over und Go-Live anstelle reiner Terminverwaltung – dadurch höhere Transparenz und Steuerbarkeit in einer kritischen Projektphase.

- Klare Sicht auf die Konsequenzen reduzierter Test- und Probelauf-Umfänge (u.a. Systemanlauf, Datenkonsistenz, Fall-Back-Fähigkeit, Betriebsstabilität) und damit bessere Vorbereitung auf den Produktivstart.

- Management konnte Go-/No-Go-Entscheidungen nicht aus Bauchgefühl, sondern auf Basis explizit dokumentierter Rest-Risiken und Compliance-Anforderungen treffen.

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